OEM-Lacke für Autos

OEM-Lacke für Autos bringen Schutz und Farbe ans Auto

Die Autoproduktion in Europa erfährt noch immer jährlich ein Wachstum von einstelligen Prozenten. Nicht verwunderlich ist es daher, dass auch der Markt für OEM-Lacke für Autos stetig wächst. Viele Autobauer stammen aus Europa und erwarten Topqualität von Produzenten der OEM-Lacke für Autos. Die am weitesten verbreiteten Automarken der Schweiz sind VW, BMW, Skoda und Audi. OEM-Lacke für Autos werden ab Werk in der Lackierstrasse appliziert und bieten neben Farbgebung, Korrosionsschutz und Abriebbeständigkeit durch mechanische Einwirkung und Witterung.

Dieser Artikel nimmt Sie mit im Prozess von der blanken Karosserie zum lackierten Fahrzeug. Wir zeigen zudem Auto-Farbtontrends auf, machen einen Abstecher in den Autoinnenraum und informieren über die Marktführer der Autolackproduzenten für den Schweizer Markt.


OEM-Lacke für Autos – haarfein, aber ausschlaggebend

Die Karosserie eines Neufahrzeugs legt einen weiten Weg in der Lackierstrasse des Produzenten zurück. Sie wird mit insgesamt vier unterschiedlichen Schichten lackiert; vorab erfolgt eine Vorbehandlung des Substrats. Die Lackierung mit den Autoserienlacken dauert mindestens 14 Stunden. Jede Schicht der OEM-Lacke für Autos sorgt für eine leistungsfähige Folgeschicht. Nach der kompletten Autoserienlackierung ist ein Kleinwagen rund 4 kg schwerer. Erfahren Sie hier alles zum Aufbau von Autoserienlacken, in den 5 Schritten der Autoserienlackierung:

1. Phosphatieren – auf diese Schicht kann man bauen

Zuerst wird die Karosserie gründlich entfettet und gereinigt. Der erste Schritt der Vorbehandlung ist dann die Phosphatierung der Karosserie. Phosphatieren beschreibt die Bildung einer sogenannten Konversionsschicht auf der Karosserie. Sie entsteht durch die chemische Reaktion vom Metall (der Karosserie) in wässriger Phosphatlösung. Nach 2 Minuten bildet sich bei 50 bis 60 °C eine etwa 1,5 μm dicke Schicht aus Zinkphosphat/Eisenhydrogenphosphat. Die Phosphatschicht bietet Unterostungsschutz und dient als die ideale Haftvermittlung für folgende Schichten der Autoserienlackierung. Schichtdicke: ca. 1,5 μm.

2. Kathodische Tauchlackierung KTL – Korrosionsschutz ohne Kompromisse

Danach folgt die kathodische Tauchlackierung (KTL): Diese elektrochemische Lackierung sorgt dafür, dass der Lack bis in alle Hohlräume vordringt und so einen geschlossenen Lackfilm auf der Karosserie erzeugt. Die KTL bildet den ersten Schritt eines soliden Korrosionsschutzes.
Die negativ geladene Karosserie (Kathode) wird in ein leitfähiges, wässriges Bad aus Tauchlack. Das Tauchlackbad besteht aus positiv geladenen Lackteilchen, die sich nun an die Karosserie heften. Gewicht: ca. 2 kg.

3. Grundlack/ Füller – so viel Zeit muss sein

Der Grundlack ist entweder Grau-Beige für folgende helle Lackierungen oder Dunkelgrau für anschliessende dunkle OEM-Lacke für Autos. Früher waren Grundlacke für OEM-Lacke für Autos typischerweise Weiss. Die Funktion des Grundlacks besteht neben der Grundierung und Haftvermittlung darin, Unebenheiten der KTL auszugleichen. Zudem verfügt der Grundlack über technische Eigenschaften, die ihn und somit die Karosserie vor Steinschlag und Verschleiss sowie resultierender Korrosion wappnen. Grundlack ist entweder lösemittelhaltig oder wasserbasiert, und kommt meist als Polyurethan-modifizierte Polyester oder Epoxidharze vor. Gewicht: ca. 0,8 kg.

4. Basislack – jetzt wird’s bunt

Der Basislack bringt endlich Farbe ins Spiel. Sowohl der Farbton als auch das Finish werden hier und jetzt festgelegt. Das gilt auch für eventuelle Effekte im Autolack. Neben dem Pigment werden dem Basislack in diesem Schritt Effektpigmente (Interferenzpigment oder Aluminiumpigment) beigemengt. Mögliche Effekte sind Metallic, Matt, Perlglanzeffekt. Übrigens wird mit Lackierrobotern lackiert, Fehlstellen jedoch von Lackierern nachgearbeitet. Heuer sind Basislacke wasserbasiert. Gewicht: ca. 0,5 kg.

5. Klarlack – vollendet veredelt

Als letzten Schritt der Autolackierung verleiht der Klarlack dem Auto adäquaten Glanz, der es zum Strahlen bringt. Klarlack schützt die Basislackschicht vor Kratzern, UV-Strahlung, chemischer Abnutzung und Verblassen durch mechanische sowie Witterungseinflüsse aus Waschstrassen und Co. Ferner versiegelt Klarlack und steigert und unterstreicht die Brillanz und Farbtiefe. Es gibt 1-komponentigen und 2-komponentigen Klarlack. Gängig in der Automotive Branche sind Acrylate und Polyurethane. Gewicht: ca. 0,9 kg.


Tendenzen von OEM-Lacken für Autos in Europa und der Schweiz

OEM-Lacke für Autos im Innenraum

Kunststofflacke im Innenraum machen einen wichtigen Teil von OEM-Lacke für Autos aus.

Noch vor ca. dreissig Jahren sahen Serienfahrzeuge auf den Strassen der Schweiz alles andere als einheitlich aus. Man mag es nicht glauben, aber 1978 gab es besonders viele grüne, rote und gelbe Autos. Schwarz war die am wenigsten gewählte Autofarbe.
Heute sind Autos in einen der 5 Hauptfarbtöne getaucht: Silber/ Grau dicht gefolgt von Schwarz, vor Weiss und Blau. Dabei ist in Autolackierungen heutzutage viel mehr möglich als vor 30 Jahren. Man sollte meinen, Farbtrends spielten eine grössere visuelle Rolle, aber der durchschnittliche Schweizer geht auf Nummer sicher – der Rest der Welt übrigens ungefähr auch. Ursachen zu unbunten Farben gibt es einige, einer ist der Einfluss des Wiederverkaufswerts auf die Farbwahl beim Autokauf.

Ein weiterer Trend betrifft nicht, welche Farbe im Lack steckt, sondern darüber hinaus ob das Lacksystem umweltverträglich ist. Das fordern Gesetzgebung und Autokäufer. Ökologische Aspekte zwingen Autolackhersteller aktuell, energieeffiziente Lacke zu entwickeln, die wenig VOC enthalten und einen möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck hinterlassen. Lacke, die in ein grünes, ökologisches Schema passen, härten etwa bei deutlich niedrigeren Temperaturen aus als konventionelle OEM-Lacke für Autos. Die weltweiten Top-Fünf der Lieferanten für OEM-Lacke für Autos sind Axalta Coating Systems, PPG, Valspar, BASF und Nippon Paint. Sie müssen in Zukunft in eine grünere Zukunft der OEM-Lacke für Autos investieren.

Abstecher zu Kunststofflackierungen in der Innenausstattung vom Auto

Denkt man an OEM-Lacke für Autos, denkt man an die Lackierung der Karosserie, wie wir sie eben behandelt haben. Richtig, aussen. Aber auch im Inneren vom Auto kommen „OEM-Lacke für Autos“ zum Einsatz. Darüber hinaus müssen noch viel mehr Autoteile beschichtet oder lackiert werden: Felgen, Schweller, Leisten, Türgriffe, Lüftungsbedienung, Anzeigetafeln, Tacho, aber auch Motorraum und vieles mehr werden am häufigsten mit Kunststofflacken oder widerstandsfähigen Pulverlacken beschichtet.

Während es bei der Autolackierung aussen auf Optik und Leistung ankommt, wird im Innenraum ein weiterer Aspekt sehr wichtig: Haptik. Wichtig ist bei einer Innenausstattung, wie sie sich anfühlt. Ferner sind Ergonomie, Schalldichte, Optik, Wertigkeit und Bequemlichkeit natürlich wichtig für Fahrzeuginsassen. Kunststoffsubstrate befinden sich in Autos, Stossstange mal aussen vor gelassen, meist im Innenraum. Für die Lackierung oft berührter Teile kommt häufig 1K oder 2K Polyurethan-basierte Lacke zur Anwendung. Neben der schmeichelnden Haptik verfügen solche Lacke über Farbtonvielfalt, Temperaturschwankungs-, Chemikalien- und Abrasionsbeständigkeit.


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